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Die Epigenetik – Schlüssel zur Regeneration

Seit einigen Jahrzehnten wissen wir, dass Zellen einen Zellkern und jener die Gene, den Code des Lebens, beinhalten.

Beim Menschen sind dies etwa 25.000 Gene, aufgewickelt auf 46 Chromosomen, wovon je 23 bei der Fortpflanzung von Vater und Mutter als Vererbung weitergegeben werden. Doch diese 25.000 Gene sind in jeder unseren etwa 100 Billionen (eine 1 mit 14 Nullen) Zellen vorhanden.

Warum haben also Herz, Leber, Knochen und andere Zellen unterschiedliche Formen und Funktionen bei identischen Genen? Weil in all diesen Zellen unterschiedliche Gene aktiviert sind. Die Genetik beschreibt also nur, ob man ein bestimmtes Gen trägt und damit ein Potenzial hat, dieses auszuprägen oder nicht.

Ob dieses Gen tatsächlich ausgeprägt (aktiviert) wird und damit seine Funktion entfaltet (für z. B. Form, Funktion oder Regeneration), bestimmen Signale außerhalb der Gene, der Zelle/Zellmembran oder des Menschen – letztlich also: Umweltsignale.

Diese Umweltsignale können chemischer Natur sein, wie Ernährung, Sauerstoff oder Medikamente, physikalischer Natur wie der ph-Wert, Bewegung, elektrische Signale/Impulse oder Druck/Zug auf das Gewebe oder selbst emotionaler Natur (Psyche und Soziales). Sie bewirken z.B. eine Aktivierung der Membranproteine oder durch piezoelektrische Effekte eine Polarisation der Zellmembran (Kondensatoreffekt), wodurch Signale in den Zellkern zu den Genen gelangen, die diese aktivieren oder inaktivieren (z. B. Methylierung von Cytidin Basen).

Jedes Gen kann also aus- oder eingeschaltet werden und das ist eine bahnbrechende Erkenntnis.

Dadurch können beispielsweise aus „normalen“ Zellen sogenannte Stammzellen werden, die eine wichtige Komponente für die Regeneration darstellen. Das Forschungsfeld, das sich mit den Auswirkungen dieser Umweltsignale („Knöpfe“) auf die Gene befasst, nennt man Epigenetik (steht „über“ der Genetik), weil es die Gene steuert und damit über den Genen steht.

Grundsätzlich tendiert jede Zelle dazu, einen gesunden Zustand (Homöostase) aufrechtzuerhalten, doch die auf sie einwirkenden Umweltsignale können destruktiver (nachteiliger) oder regenerativer (vorteilhafter) Natur sein. Fehlen der Zelle beispielsweise die richtigen Substrate durch falsche Ernährung (z.B. Elektrolyte) oder falsche Atmung (O2), wird der Stoffwechsel mit der Zeit auf Sparflamme geschaltet und die Zelle degeneriert. Werden Stoffwechselprodukte aufgrund eines Lymphstaus nicht abtransportiert, kann sich der pH-Wert des Zellmilieus verändern und es kommt ebenfalls zu einer Degeneration.

Und ist die Zelle bzw. das Gewebe nicht mit den richtigen Signalen zur richtigen Zeit aus dem Hirn versorgt (reflektorisch), kann es zu Störungen des koordinierten Wachstums bzw. der Regeneration kommen. Die Voraussetzungen, dass die Zelle ihre Gesundheit aufrechterhalten kann oder dass sich ein Gewebe nach einer Verletzung wieder vollständig regenerieren kann, können also vielfältig gestört werden. Diese Voraussetzungen müssen wiederhergestellt und optimiert werden, um dem Körper die Selbstheilung zu ermöglichen.

Wie dies erfolgen kann, erforschen wir in unseren Projekten, um Patienten in der Therapie angewandte Epigenetik zur Heilung zukommen zu lassen.

Epigenetics acting as a key

We’ve known for several decades that cells contain a nucleus, and that genes contain the code of life.

In humans, there are about 25,000 genes, located on 46 chromosomes, of which 23 come from the mother through the egg cell and 23 come from the father through the sperm. These 25,000 genes carry the same genetic information in all our approximately 100 trillion (that is, one 1 with 14 zeros = 1014) cells.

Why, then, do the cells in the heart, liver and bone and even other cells have different forms and functions in identical genes? That’s because different genes are activated in all of these cells. Genetics, therefore, only describes whether a person carries a specific gene and thus the potential to fine-tune the expression that gene or not.

Whether this gene is actually turned on (activated) and its function used (for example, in terms of form, function or regeneration), is determined by signals outside the genes, the cell/cell membrane or the human being - ultimately: environmental signals.

These environmental signals can be of a chemical nature such as your diet or medication, a physical nature such as pH, movement, electrical signals/impulses or pressure/tension on the tissue, or even of an emotional (psychological and social) nature. They cause an activation of the membrane proteins for example, or, by means of piezoelectric effects, a polarisation of the cell membrane (condensation effect), whereby signals in the cell nucleus reach the genes which activate or inactivate them (e.g. methylation of cytidine bases).

Each gene can be switched off or switched on.

Thus, for example, so-called stem cells can arise from "normal" cells which play an important role in regeneration. The research field dealing with the effects of these environmental signals ("buttons") on the genes is called epigenetics (“epi” means “on”, “above” in Greek), because it controls the genes and thus on the genes. Basically, each cell tends to maintain a healthy state (homeostasis). But the environmental signals acting on them can be rather more destructive (negative) or regenerative (more advantageous). If the cell does not have the correct substrate due to incorrect nutrition (e.g. electrolytes) or incorrect breathing (O2), the metabolism is switched to low turnover over time and the cell degenerates.

If metabolic products are not transported away as a result of lymph obstruction, the pH value of the cell milieu can change and degeneration also occurs. And if the cell or the tissue is not supplied with the right signals from the brain at the right time, disturbances of coordinated growth, or, disturbances in regeneration may occur. The prerequisite conditions allowing a cell to maintain its health or tissue to regenerate completely after an injury can be disrupted in many ways. These conditions must be restored and optimised to allow the body to heal itself.

In our projects, we apply epigenetics as therapy to help patients in their healing process while studying the process.

 

Umweltsignale können gezielt Gene aktivieren und deaktivieren und somit maßgeblich die Regeneration steuern.

Environmental signals can specifically activate and deactivate genes and thus ultimately control regeneration.

International Society
for Regenerative Research
+43 (0)664 1619140
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